Dafür setzen wir uns ein

Weltweit sind viele Millionen Menschen auf der Flucht. Wegen Krieg, Terror und massive Menschenrechtsverletzungen sind sie auf der Suche nach einem gesicherten und besseren Leben. In Büdingen wurden im vergangenen Jahr rund 220 Menschen aufgenommen, die es nun gilt, in die Kommune zu integrieren. Hinzu kommen Asylbewerber, die zwar nur vorübergehend, aber für bis zu sechs Monaten in der Büdinger Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht sind. Die Erstaufnahmeeinrichtung ist auf bis zu 870 Personen ausgelegt.

 

Diese Veränderungen stellen Büdingen nicht nur politisch, sondern auch sozial und logistisch vor eine große Herausforderung. Um sich diesen Herausfor-derungen stellen zu können, sollen zwei Koordinatorinnen und spezielle Projekte, beides vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration gefördert und finanziert, die Eingliederung und Prävention unterstützen.

Was ist Gemeinwesenarbeit?

Das Gemeinwesen, also die Bürger einer Gemeinde, sind in Stadt- und Ortsteilen mit integrationspolitschen Herausforderungen vielfältigen Problemen und einer ho­hen Konfliktrate ausgesetzt. In Büdingen ist das Gemeinwesen zum Beispiel für die Arbeit für und mit Asylbewerbern und auch für Wohnquartiere mit multikulturellen Bewohnern zuständig. .Zusammen mit den Betroffenen (Asylbewerber, Bürger usw.) wird versucht, deren allgemeine Le­bensqualität zu steigern und Probleme, die das Gemeinwesen beeinträchtigen, langfristig zu lösen.

 

Die Koordinatoren in der Gemeinwesenarbeit befinden sich entweder in der Rolle von außenstehen­den, neutralen Moderatoren, sind aber auch aktive und parteiliche Akteure. Ein wichtiger Teil der Gemeinwesenarbeit ist die Mobilisierung  von Betroffenen und  Bürgern, die sich selbst für die Verbesserung ihrer Lebensqualität einsetzen sollen. Darüber hinaus entwickelt sich ein Netzwerk aus örtlichen Institutionen (Behörden, Schulen, Jugendhäusern, Kir­chen), Initiativen (Vereinen &Gruppierungen) und Einzelpersonen (Meinungsmachern, Wortführern, Ehrenamtlichen).Die Gemeinwesenarbeit, kurz GWA genannt, ist neben der sozialen Gruppenhilfe und Einzelfallhilfe ein grundlegendes Arbeitsprinzip der Sozialen Arbeit. Dabei werden Nachbarschaften, Stadtteile und Gemeinden zum Gegenstand von sozialer Intervention.

 

Merkmale/Aufgaben der Gemeinwesenarbeit

 

 

    Bezieht sich auf großflächige, soziale Netzwerke, die sich in drei Kategorien einteilen lassen:

            In Stadtteile, Nachbarschaften, Gemeinden, Wohnblöcke oder

            Straßenzüge

            In ethnische, geschlechtsspezifische, altersbedingt abgrenzbare

            Bevölkerungsgruppen

            In  funktional abgegrenzte Bereiche wie Wohnen, Bildung etc.

Die Gemeinwesenarbeit ist ein Netzwerkbüro als Anlaufstelle und Kommunikationsschnittstelle

Ist zuständig für die Koordinierung anfallender Aufgaben

            Ermittelt Bedarfe von Flüchtlingen und Bürgern und aktiviert notwendige Maßnahmen

            Schafft eine Willkommenskultur durch Öffentlichkeitsarbeit

            Setzt sich mit Problemlagen auseinander und sorgt für die Umsetzung von Bewältigungsstrategien,

            Erstellung von Handlungskonzepten und Evaluierungen

Ist für die Antragstellung zum Fortbestand der Gemeinwesenarbeit, der Koordinierungsstellen und der Projekte verantwortlich

Begleitet die Projektideen

Organisiert den Einsatz Ehrenamtlicher Helfer, moderiert und betreut Arbeitsgruppen der ehrenamtlichen Helfer

 

Nutzen und Wirkung 

 

Die GWA soll einen Rahmen für Bürger und Politik schaffen, um direkter miteinander kommunizieren zu können. Kurz gesagt, die GWA „übersetzt“ die Bedürfnisse von Bürgern, die von Politik verstanden werden und umgekehrt. Sie entwickelt Strukturen und bietet Ressourcen und Unterstützung für Flüchtlinge und Bürger. Darüber hinaus werden auch Entscheidungsträgern Ressourcen und Unterstützung zur Verfügung gestellt, damit diese ihre Ideen und Anliegen effizienter unter die Leute bringen können. Sie bietet auch Konfliktlösungsstrategien für kurzfristig sichtbare Konflikte, für die, langfristig gesehen, eine längere Bearbeitung nötig ist.

 

Ziele

 

Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität benachteiligter Menschen und Gruppen, die Bearbeitung sozialer Konflikte im Stadtteil und die Beteiligung aller Bürger an Prozessen im Stadtteil. Soziale Konflikte sollen konstruktiv und nachhaltig gelöst werden. Darüber hinaus hat die Gemeinwesenarbeit die Aufgabe jene Bürger zu unterstützen, denen nicht ausreichende Ressourcen zur Verfügung stehen, um die eigenen Interessen zu vertreten.

 

Grenzen:

 

Grenzen beginnen dort wo es um die Lösung gesamtgesellschaftlicher Proble-me geht, wie zum Beispiel die allgemeine Massenarbeitslosigkeit. Die GWA kann positive Verantwortung übernehmen indem sie öffentlich auf solche Probleme aufmerksam macht, lösen kann sie diese Probleme jedoch nicht. 
 


Gemeinwesenarbeit der Stadt Büdingen

Eberhard-Bauner-Allee 16

63654 Büdingen

E-Mail Gemeinwesenarbeit@stadt-buedingen.de

Regina Krinke, Koordinatorin

Telefon 06042 – 884 179

Elke Schmidt, Koordinatorin

Telefon 06042 - 884 161

 

Bürozeiten

Mo, Di,  Fr 8:00 - 12.00 Uhr

Do 8:00 - 12.00 Uhr und 16:00 - 18:00 Uhr

Mi nach Vereinbarung

 

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