Interkultureller Chortag


Frauenchor Büdingen - Musik und Gesang, nicht nur für die dusche

 

Förderprogramm Gemeinwesenarbeit des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration:  Interkulturelle Veranstaltungen – Frauenchor Büdingen lädt ein zum  Interkulturellen Chortag im Kulturzentrum Oberhof

Büdingen (red). Willkommen, Bienvenue, Welcome hieß es am 27. Mai zur Eröffnung des Interkulturellen Chortags. Eine Open-Air-Veranstaltung, die vom Frauenchor Büdingen organisiert und vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration unter dem Projekttitel „Interkulturelle Veranstaltungen“ gefördert wurde. Trotz der ersten Sommerhitze erlebten rund 100 Teilnehmer und Gäste einen herrlichen Sommertag voller Musik, Gesang und guter Laune.

Nicht nur gemeinsames Singen stand auf dem Programm, sondern richtig harte Arbeit. Denn in drei Workshops konnten die Teilnehmer ihre Kenntnisse im Chorgesang und das eigene Stimmvolumen voranbringen. Hierzu hatte der Frauenchor gleich drei professionelle Dozenten eingeladen. Bei Katharina Padrok, seit Mai 2015 Dirigentin und Leiterin des Frauenchors, lag der Fokus auf der Stimmbildung. Durch spezielle Gesangs-, Körper- und Atemübungen lernten die Teilnehmer das Potential ihrer Stimme auszuschöpfen. „Es war eine tolle lockere Atmosphäre.  Stimmbildungsübungen muten ja manchmal etwas komisch an, daher war es sehr lustig und wir haben viel gelacht“, berichtete Padrok.  Um Spirituals ging es im Workshop von Britta Wagenhäuser, sie leitet seit 2015 zwei gemischte Chöre und einen Frauenchor der Chorgemeinschaft Ginsheim-Gustavsburg.

Das große Interesse von rund 30 Teilnehmern fand der Workshop von Patrick Schauermann, offenbar waren seine Pop-Chor-Arrangements sehr attraktiv. Schauermann ist seit 2016 Kreischorleiter im Sängerkreis Büdingen und leitet zahlreiche Chöre mit dem Schwerpunkt Rock und Pop. Mitgebracht hatte Schauermann an diesem Tag  die vier Herren vom  Chor „mannAmannA“, die A-capella frech interpretierte Volkslieder servierten, und den frischgegründeten Chor „Young Vocals“ aus Wolferborn,  der mit Gesang und guter Laune begeisterte.

Am Ende der Workshop-Phase präsentierten die rund 70 Teilnehmer ihre wohlklingenden Gesangsstimmen. Als Gastchor bezauberten auch die „Vocaladies“ aus Wolf mit musikalischen Beiträgen.

Gemeinsam im Kanon singend beschlossen Teilnehmer wie Gäste den klingenden Nachmittag. Sehr zufrieden mit dem Tag der Stimme waren auch die Organisatoren Renate Schroth, Katharina Padrok, Heike Redling und Alexandra Rinösl. „Alles hat wunderbar geklappt, es war ein herrlicher Tag in der trotz Hitze angenehm frischen Atmosphäre des Oberhofs“, betonte Schroth.  Nur eine kleines Wölkchen trübte die ansonsten gute Stimmung: „Obwohl das Liedgut unseres Interkulturellen Chortags besonders auch auf unsere Neuen Nachbarn abgestimmt war, und wir im Vorfeld zahllose Flyer in den Gemeinschaftsunterkünften, der Büdinger Erstaufnahme und den Treffpunkten verteilten, lag die Resonanz seitens der Neuen Nachbarn weit unter unseren Erwartungen“, so Schroth. Beim nächsten Mal werde man versuchen, einen anderen Zugang zu ihnen zu finden. Wer Spaß an Musik und Gesang habe, aber sich bisher nur unter der Dusche zu singen traut, sei jederzeit herzlich willkommen, bei den Chorproben montags von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr im Sälchen des Oberhofs herein zu schnuppern.

BU Foto Krinke/Stadt Büdingen

 

Die „Young Vocals“  steckten alle mit ihrer Begeisterung zum Singen an. Links Dirigentin Katharina Padrok


Interkulturelle Veranstaltungen 2016

Projekt "Internationales Kinderfest Wolf"


Vorurteile? Nein danke!  - Kinder geben Rassismus keine Chance

 

13. August 2016 - Erstes Internationales Kinderfest in Wolf: Eine Initiative der Ehrenamtsagentur „Aktiv in Büdingen“, unterstützt vom Hessischen Sozialministerium, vielen Vereinen und Akteuren

Herkunft, Hautfarbe, Sprache? Kleinkinder stehen dem Fremden völlig wertefrei gegenüber. Aussehen oder Herkunft ist egal, Hauptsache man kann gut miteinander spielen. Deutlich zu erkennen war diese „angeborene Toleranz“  jetzt beim „Internationalen Kinderfest“ auf dem Mehrgenerationenplatz in Wolf.

Ob weiß, braun oder schwarz, an diesem Samstag hatten rund 300 Kinder vieler verschiedener Nationen ihren Spaß. Zur Premiere eingeladen hatte die Büdinger Ehrenamtsagentur, finanziert wurde das Fest aus der Projektförderung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Aber auch verschiedene Vereine und Organisationen hatten das Fest unterstützt. So konnten die Kinder beim Büdinger Roten Kreuz lernen, wie man Erste Hilfe leistet und das Pflaster richtig auf den verletzten Finger klebt. Bei der Freiwilligen Feuerwehr übten sich schon die Kleinsten mit großem Interesse in der Brandbekämpfung. Bei den Ziegenkutschern Ludwig Bär und Anja Reifegerste war den ganzen Nachmittag Hochbetrieb, denn die Ziegenkutschen-Rundfahrten waren bei den Kindern der Renner. Währenddessen sorgten die Büdinger Arbeiterwohlfahrt und der Malteser Hilfsdienst mit Bus-Shuttles dafür, dass auch die Familien aus der Büdinger Erstaufnahmeeinrichtung und aus den Stadtteilen an dem Fest teilnehmen konnten. Mit unermüdlichem Einsatz besonders verdient gemacht hatten sich Bertold Keiber, Gregor Hübner und rund 30 Mitstreiter, die das Fest mit viel Herzblut organisiert und möglich gemacht hatten.

Bürgermeister Erich Spamer und die Erste Stadträtin Henrike Strauch hießen die Familien willkommen. Der Vorsitzende der Ehrenamtsagentur „Aktiv in Büdingen“, Dr. Udo Stern betonte, dass bürgerliches Engagement eine Garantie für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit sei.

 

Wie Recht er hatte, konnte man an den Kindern erkennen, spielerisch entdeckten sie einander, überwanden Sprachgrenzen und alle Kulturunterschiede – sie waren einfach nur Kind und hatten beim Toben  den ganzen Nachmittag großen Spaß. 

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